Kommandozeile Schnellstart – Alias
Übersicht:
Aliasse sind eine Möglichkeit. lange Kommandos durch kürzere zu ersetzen. Dies macht es möglich, häufig benutzte Kommandos durch wenige Tastendrücke zu ersetzten. Meist sind bei der Installation durch das Betriebssystem schon einige Aliasse vordefiniert. Die bereits vorhandenen aliasse lassen sich durch den Befehl aliasohne Parameter anzeigen.
Bei Ubuntu 20.04 liefert dies standardmäßig folgende Ausgabe:
alias alert='notify-send --urgency=low -i "$([ $? = 0 ] && echo terminal || echo error)" "$(history|tail -n1|sed -e '''s/^s*[0-9]+s*//;s/[;&|]s*alert$//''')"' alias egrep='egrep --color=auto' alias fgrep='fgrep --color=auto' alias grep='grep --color=auto' alias l='ls -CF' alias la='ls -A' alias ll='ls -alF' alias ls='ls --color=auto'
Wir sehen, dass z.B. der Befehl ll in Wirklichkeit keinem ausführbaren Programm entspricht, sondern lediglich den Befehl ls -alF ausführt. Die Definition von persistenten Aliassen erfolgt dabei meist entweder in der Datei .bash_profile oder .bashrc. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich eine Datei namens .bash_aliases anzulegen.
Anwendung und Syntax:
Die Grundsyntax von Aliassen ist denkbar einfach:
alias <aliasname>='<Kommando>'
Wir wollen uns dazu ein weiteres Beispiel ansehen:
alias dellall = 'rm -rf *'
Der Befehl dellall entspricht hierbei also dem Befehl rm -rf *. Aliasse akzeptieren keine Parameter! Damit sind sie in ihrere Anwendung statisch und liefern immer das gleiche Ergebnis.
Deine Aufgabe - Jetzt bist du dran:
1. Kleine Besonderheit: Im Editor rufst du erstmal nur bash auf, damit startest du eine interaktive Konsole im rechten Fenster. Nun kannst du im rechten Fenster deine Befehle eingeben.
2. Erstelle ein Alias für den Befehl alias g='grep "^G." codes/tiere.txt'
3. Rufe das Alias auf und schaue dir das Ergebnis an 🙂
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Zusammenfassung:
Mit Aliassen ist es möglich, lange und häufig benutzte Befehle abzukürzen und die eigene Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen. Persistente Aliasse werden dabei entweder in der Datei .bash_profile, .bash_aliases oder .bashrc definiert.